Immer wieder liest und hört man von multiresistenten Keimen und Erregern (umgangssprachlich auch fälschlicherweise „Krankenhauskeime“ genannt). Laut einer Studie ist jeder zehnte Patient bereits vor seiner Aufnahme in ein Krankenhaus mit diesen Erregern besiedelt (nicht erkrankt). Ursache für deren Entstehung und zunehmende Verbreitung ist im Wesentlichen der vermehrte und zum Teil unkontrollierte Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier.
Um unsere Patienten zu schützen und eine Verbreitung dieser Erreger im Krankenhaus zu verhindern, wird bei festgelegten Risikogruppen ein sogenanntes Risiko-Screening durchgeführt. Je nach Risikogruppe führen wir Abstriche und Untersuchungen durch, um multiresistente Keime wie Staphylokokken oder andere Bakterien noch vor der stationären Aufnahme zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Patienten mit positivem Befund werden isoliert untergebracht, unabhängig davon, ob bereits eine Infektion stattgefunden hat oder die Patienten nur mit resistenten Bakterien besiedelt sind. Gleiches gilt für Menschen mit Durchfallerkrankungen, die wir bis zum vollständigen Abklingen der akuten Symptome ebenfalls in getrennten Einzelzimmern unterbringen.
Hygiene bedeutet vor allem Prävention. Im St. Nikolaus-Stiftshospital setzen wir besonders hohe Anforderungen an unsere Qualitätsstandards im Bereich der Hygiene. Dies bezieht sich auf alle Krankenhausbereiche und Prozesse. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.
Gemeinsam zum Ziel
Sie können unsere Vorsichts- und Hygienemaßnahmen aktiv unterstützen, indem Sie regelmäßig Ihre Hände waschen und an den in unserem Haus aufgestellten Dispensern desinfizieren.